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Eine Auswahl von Eckdaten unserer jüngeren Geschichte:


 

2012

- Wahl der Gemeindeleitung. Zum Gemeinschaftsrat gehören unverändert: Thomas Geiger, Arthur Korinek, Reinhold Pöhlmann. Neu dazu gekommen sind Thomas Siegel und Siegmar Täuber.

2011

- Durchführung eines Seminars von Walter Undt über geistliche Gaben (mit Gabentest)
- Durchführung einer Woche der Stille in Naila, mit dem Schwerpunkt der persönlichen Begegnung mit Gott (geistliches Leben fördern). Die Leitung der Woche haben Reinhold Pöhlmann und Walter Undt

- Start des 60+/- Kreises unter der Leitung von Hanne und Clemens Weiß


2010

Gründung eines zweiten Musikteams unter der Leitung von Martin Brendel und Thomas u. Maria Siegel.

Gemeindprofil erstellt

Nachdem alle 2007 gesteckten Ziele erreicht werden, wird ein Gemeindeprofil von der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE) erstellt. Das Gemeindeprofil bestätigt die Sicht des Gemeinschaftsrates. Gemeinsam mit dem Mitarbeiterkreis werden neue Ziele gesetzt:

- Förderung der gabenorientierten Mitarbeit
- Förderung des geistlichen Lebens
- Konsolidierung der Gemeindearbeit
Nachdem in den letzten Jahren viel bewegt, angestoßen und verändert wurde (Gottesdienstteam, Gottesdienstgestaltung, Musikteams, Moderatoren- und Seelsorgeteam und dann vor allem der Kidstreff), soll erst einmal etwas Ruhe einkehren.

Kidstreff bietet ab jetzt in allen Ferien eine Ferienwoche an "Kidstreff-Extra"

2009

Doris Täuber erarbeitet das Konzept für den "Kidstreff". Wir bekommen von allen Seiten offene Türen. Im September 2009 startet der Kidstreff jeden Freitagnachmittag. Nur wenige Wochen später wird er auch jeden Donnerstag geöffnet. Es gibt - bis heute - kostenloses Mittagessen, dass von Freunden und Mitglieder der LKG geliefert und meistens auch gespendet wird. Donnerstags gibt es eine fachmännische Hausaufgabenbetreuung von der Grundschullehrerin Sabine Clemens.

ProChrist 2009 findet in unseren Räumen statt. Da dieses Mal keine andere Gemeinde in Kulmbach mitmacht, führen wir es alleine durch. Im Rahmen von ProChrist 2009 erreichen wir das 2007 gesteckte Ziel: Über 50 Menschen waren in den vergangenen Monaten zum ersten Mal in einer unserer Veranstaltungen

Martin Brendel übernimmt die Leitung des Gitarrenkurses

2008

- Seelsorgeteam wird vorgestellt / 8 Mitarbeiter aus der LKG arbeiten dort mit

- Abklärungen zur neuen Form der Kinderarbeit

Zunächst wird nur klar, was nicht geht. Wir haben den Eindruck auf der richtigen Spur zu sein, merken aber, dass wir jemanden brauchen, der ein für uns passendes Konzept erarbeiten kann.
Ende des Jahres bekommen wir eine große Spende. Der Gemeinschaftsrat sieht das als Antwort und möchte mit dem Geld eine Person für 2 Jahre halbtags finanzieren, um ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen. Im gleichen Zeitraum wird mit Doris Täuber eine Mitarbeiterin gefunden, die als die Idealbesetzung für diese Aufgabe gesehen wird.

 

2007

- Zukunftskonferenz, die mit konkreten Zielsetzungen endete:

* 50 Menschen, die noch nie bei uns waren, zu einer Veranstaltung einzuladen (Ziel bis 2010)
* Gründung eines Seelsorgeteams
* Projektgruppe zur Realisierung einer neuen Form der Kinderarbeit aus zahlreichen Ideen und Vorschlägen aus der Zukunftskonferenz

- Ein Gitarrenkurs wird von Prediger Walter Undt begonnen. Aus der urspünglichen Idee, Jugendlichen das Gitarrespielen beizubringen, entsteht später ein zweites Musikteam

 

2005 (ca)

- ein Musikteam wird gegründet, um neue Lieder in den Gottesdienst einzubringen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Roland Wolfrum (Klarinette), Thomas Geiger (Gitarre), Johanna Undt (Klavier), Walter Undt (Gitarre), Doris Geiger, Ingrid Wichow (Gesang)

 

 


 

Rückblick auf die ersten 100 Jahre der LKG - Geschichte (aus der Festschrift zur 100-Jahr-Feier 2003)


 

 

Die Geschichte der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Kulmbach, Abgekürzt "LKG" begann um die Jahrhundertwende. Zu dieser Zeit fanden sich, unter anderen in den mittelfränkischen Gebieten um Ansbach und Nürnberg, Männer und Frauen in kleinen und kleinsten Kreisen zum Lesen des Wortes Gottes und zum gemeinsamen Gebet zusammen. Aus diesen Kreisen stammten auch die Bibelboten, die so genannten "Kolporteure", welche den Gemeinschaftsgedanken verbreiteten.

Im Jahr 1901 wurde der Justizbeamte Adam Plechschmidt nach Kulmbach versetzt. Mit ihm kam auch seine Schwiegermutter "Frau Sörgel". Sie gründete in Kulmbach eine kleine Gruppe, welche sich zu Bibellesungen und Gebetsstunden traf. Im Jahr 1903 besuchte Kolporteur Steger die aus seinem Heimatort stammende Frau Roßner, welche zu dem Gebetskreis gehörte, in Kulmbach. Während seines Besuches hielt der Kolporteur Steger eine Bibelstunde in dem Kreis um Frau Sörgel ab und brachte damit die Bewegung "offiziell" nach Kulmbach. Strittig ist daher der Gründungstermin für die Landeskirliche Gemeinschaft in Kulmbach, da die 50-Jahrfeier im Jahre 1951 stattfand. Durch das streben der "Mutter Sörgel" nach der Verbreitung des Wort Gottes wuchs die Gemeinschaft rasch an.

Im Jahr 1906, als die "Philadelphia" (Ein deutsches Komitee für evangelische Gemeinschaftspflege und Evangelisation, das sich 'Philadelphia-Komitee' nannte, damals treibende Kraft der Gemeinschaftsbewegung) in Stuttgart ihre Berufsarbeiter nach Bayern sandte, kam der Gemeinschaftspfleger Karl Weckerle nach Hof. Auf Bitten von Frau Sörgel kam Bruder Weckerle im selben Jahr auch nach Kulmbach um Bibelstunden und Vorträge zu halten. Durch das Wirken des Bruders Weckerle in den folgenden Jahren erhielt die Gemeinschaft in Kulmbach 
regen Zulauf. Zum Abhalten der Gebetsstunden mussten daher immer größere Räumlichkeiten gefunden werden. 
Ausgehend von einem Zimmer im Haus der Sörgels fanden in den nachfolgenden Jahren die Zusammenkünfte in der Oberen Stadt, im Schießgraben und in der Kalten Marter statt. Der Tatkraft des Bruders Weckerle und dem Entgegenkommen der Kirchenverwaltung war es zu verdanken dass der Kapitelsaal des Dekanats genutzt werden durfte. 
Die Stadt stellte später noch den Speisesaal im Bürgerhospital zur Verfügung.

Von der Zeit bis nach den 1. Weltkrieg sind vom Leben der Gemeinschaft kaum Überlieferungen vorhanden. In diesem Zeitraum fand jedoch eine Stabilisierung und innere Festigung statt.
Um das gesamte Gemeindegebiet betreuen zu können wurden ab dem Jahr 1920 die ersten Außenstationen gegründet. Im Februar 1923 veranstaltete die Gemeinschaft mit Pfarrer Richard Meier vom Brüderhaus Ludwigsburg eine "Evangelisation"  (Eine Veranstaltung mit dem Ziel, Menschen auf Jesus Christus und Gott aufmerksam zu machen, es wird dabei zu einer Entscheidung aufgerufen, mit Jesus ein 'neues Leben' beginnen)  unter dem Motto "Kampf um Gott". Die Veranstaltungen fanden im Kulmbacher Vereinshaus (Marktplatz/heutige Sparkasse) statt. Obwohl dies der größte Saal in Kulmbach war mussten ab dem dritten Abend zwei Termine angeboten werden um dem Andrang gerecht zu werden. In einem Bericht des Kulmbacher Tagblattes ist dies wie folgt dokumentiert: "Religiöse Vorträge. Wie jede schwere Zeit, die über das deutsche Volk kam, so hat auch der Weltkrieg den Hunger nach dem Worte Gottes erfreulicherweise geweckt. Das beweisen die überfüllten Evangelisationsvorträge, die zur Zeit hier stattfinden. Wir können uns nicht denken, dass früher einmal das Vereinshaus eine solch gewaltige Menschenmenge in seinen Mauern gesehen hätte. 
Damit der Zweck der Vorträge, die Menschenseelen zu retten und für die Ewigkeit vorzubereiten, erfüllt wird, und damit jedermann die Gelegenheit gegeben wird, die Vorträge besuchen zu können, möchten wir dem Wunsche Ausdruck geben, Herr Pfarrer Meier möge den Abendvortrag gefälligst zweimal halten, vielleicht in der Weise: erster Vortrag um 7 Uhr beginnend für die Besucher aus der Umgegend und aus den entfernten Stadtteilen; zweiter Vortrag um 8.30 Uhr beginnend für die Besucher aus der inneren Stadt."

Durch die Evangelisation wuchs die Größe der Gemeinschaft auf über 180 Mitglieder an, so dass die Versammlungen in einen umgebauten Lagerraum der Fa. Voigtländer verlegt wurden. Die Betreuung durch die Mitglieder selbst führte immer mehr zu Schwierigkeiten, so dass im Jahr 1925 der erste Gemeinschaftspfleger die Leitung der Gemeinde übernahm. Dies war der Diakon Richard Meier von dem Brüderhaus Karlshöhe, Ludwigsburg.
Unter seiner Leitung lebte sowohl die Gemeinschaft, als auch die Jugendarbeit auf. Ihm ist es auch zu verdanken, 
dass im Jahr 1928 das Grundstück "Am Schwedensteg" erworben wurde. Unter großen finanziellen Belastungen erfolgte sowohl der Kauf als auch die Errichtung des Gebäudes "'Eben Ezer" (Kommt aus dem 'Hebräischen' und steht in der Bibel in 1.Samuel 7,12. Nachdem Gott den Philistern eine Niederlage beschert hatte, stellte Samuel einen großen Stein als Denkmal auf. Darauf stand Eben-Ezer ,bis hierher hat der Herr geholfen). Bereits ein Jahr nach Baubeginn erfolgte am 15.09.1929 die feierliche Einweihung.

Mit diesem Gebäude standen nun Räumlichkeiten für 600 Menschen (laut Zeitungsbericht vom 17. September 1929)  und ein festes Zentrum zur Verfügung.

Schon bald nach der Einweihung erfolgte neben der Gemeinschaftsarbeit unter der Leitung von Bruder Meier auch der Versand der Blätter "Gemeinschaftsgruß", "Friedensbote" und "Weg zum Frieden" mit einer Gesamtauflage von 30.000 Exemplaren von Kulmbach aus. 
Mit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 wuchs die Angst unter den Gemeindemitgliedern, und nur wenige 
blieben standhaft. In den Worten von Margarete Schneider gesprochen: "Do woä mä vei nimmä vill". 
Mit Beginn des 2. Weltkrieges begann die schwärzeste Stunde der Gemeinschaft. Bruder Meier wurde bald nach 
Kriegsbeginn eingezogen, und das "Eben Ezer" wurde als Lazarett für Flüchtlinge und Fliegergeschädigte genutzt.  Bruder Meier geriet in russische Gefangenschaft. Für die Bibelarbeit stand nur der kleine Saal zur Verfügung, in welchem unter der Federführung von Bruder Weckerle und Dekan Riedel auch in dieser schweren Zeit  "Gottes Wort" verkündet wurde.
Nach dem Krieg, als die Rückkehr des Bruders Meier ungewiss war, wurde Bruder Zehendner von der Leitung der Gemeinschaft berufen. Durch seine Ernennung konnten bald darauf die Außenstationen wieder ihre Arbeit aufnehmen. Bruder Meier kam 1949 aus der Gefangenschaft zurück und übernahm das Arbeitsfeld in 
Marktredwitz. 
Im Jahr 1950 wurde das Gebäude am Schwedensteg wieder komplett seiner eigentlichen Bestimmung 
übergeben und Bruder Sigwart übernahm die Leitung der Gemeinschaft. Am 16.09.1951 feierte man 50 Jahre Evangelische Gemeinschaft in Kulmbach. Die Abschlussansprachen hielten die langjährigen Wegbegleiter Inspektor Weckerle und Prediger Meier. Bruder Dehler begann seine Arbeit als Gemeinschaftspfleger im Jahr 1959, welche später von Bruder Kurz fortgesetzt wurde. 
Von 1968 bis 1975 folgte eine Vakanz. In dieser Zeit wurden sehr viele Dienste von Laien (z.B. Herbert Küfner) übernommen. Verstärkung erhielten wir von Schwester Hilde Wachter, Schwester Lotte Dettloff und von 1973 an zusätzlich von Bruder Rothemund überbrückt wurde.

In der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders war die Sehnsucht nach einem festen Halt verdrängt. 
Dies zeigt sich vor allem in einer Bestandsaufnahme aus dem Jahr 1975, als Prediger Dresel die Gemeinde in Kulmbach übernahm. Zu dieser Zeit waren die "Jüngsten" bereits über dreißig Jahre alt; die meisten Mitglieder hatten jedoch die Evangelisation von 1929 miterlebt. Das "Wunder" schien an der Gemeinschaft vorbeigegangen zu sein. Sowohl das Gebäude als auch die Einrichtung mussten dringend renoviert werden. Dies war kein einfacher Start für Prediger Dresel, der zusammen mit seiner Frau Heidi und dem festen Glauben an die Gemeinschaft und Gottes leitende Hand die Gemeinschaft wieder belebte. 
In seiner Dienstzeit wuchs die Kinder- und Jugendarbeit, unterstützt durch Evangelisationen, stetig. In den 80er Jahren wurde eine Jugendwoche mit dem diesjährigen Hauptredner von ProChrist, Ulrich Parzany, abgehalten. Die Frauenarbeit wurde ab 1984 durch Heidi Dresel geleitet. Sie etablierte das "Frauenfrühstück in Kulmbach. 
Im Herbst 2000 kam Diakonisse Elke Glaß und im Jahr 2002 Prediger Undt nach Kulmbach.

 

 
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Das Wort

Das Wort für Donnerstag, 29. Juni 2017

Diejenigen, die bereitwillig das Wort des Petrus annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.

Apostelgeschichte 2,41

Mit Christus seid ihr begraben in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.

Kolosser 2,12

Landeskirchliche Gemeinschaft, Bezirk Kulmbach